Filmtrailer

"LampEUsa - Mitten im Meer"

"LampEUsa - Mitten im Meer"

Ein Film über die Menschen von Lampedusa.


Fast 6.000 Menschen leben auf der kleinen Insel, die geografisch näher an Afrika, als an Sizilien liegt. Für Flüchtlinge ist Lampedusa das Tor nach Europa. Aber ausgerechnet hier, wo hunderttausende Geflüchtete erstmals europäischen Boden betreten haben, wenden sich immer mehr Menschen enttäuscht von der EU ab. Was sind die Sorgen und Nöte der südlichsten Italiener?

"LampEUsa" zeigt Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags. Und die Inselbewohner zeigen uns ihre Insel. Ein Urlaubsparadies, das von der Migration stark geprägt und verändert worden ist. Und doch gibt es dieses andere Lampedusa, fernab von Flüchtlingsbooten und Politstreit.

Nächste Vorführung

"LampEUsa" wird am Samstag, 11. Jänner, um 18.30 Uhr im Werkstattkino München (D) gezeigt.

Plakat

Das Filmplakat - gestaltet von Lukas Nagler.

Regisseur

Der Film ist ein privates Projekt des Journalisten Alexander Lechner.

Unterstütze den Film

"LampEUsa" ist ein völlig unabhängiges Filmprojekt.


Der Film ist ohne Budget als Ein-Mann-Projekt konzipiert und soll gerade daraus seine Stärke entfalten. Die Unmittelbarkeit, mit der der Filmemacher auftritt, erlaubt es, eine besondere Nähe zu den Menschen von Lampedusa aufzubauen und sie in authentische Bilder zu übertragen.

"LampEUsa" ist ein Herzensanliegen. Trotzdem hat die Realisierung Geld gekostet. Die Crowdfunding-Aktion auf Startnext ist ein Versuch, einen Teil der entstandenen Kosten auf mehrere Schultern zu verteilen. Im Gegenzug gibt es auch verschiedene sogenannte Dankeschöns, die Euch unter anderem auch das Sehen des Films ermöglichen.


Das Projekt kann auch mittels Banküberweisung auf folgendes Konto gefördert und unterstützt werden:

Kontoinhaber: Alexander Lechner
IBAN: AT23 1420 0200 0089 7745
BIC: EASYATW1

Wer steckt hinter dem Film?

Alexander Lechner ist als Regisseur, Kameramann, Cutter und Autor für den "LampEUsa" verantwortlich.


Als gelernter VJ kann ich drehen und schneiden.

Als Journalist ist es mir wichtig, alle Seiten zu beleuchten. Ich gehe das Projekt ergebnisoffen an und lasse mich überraschen, welche Aussagen ich auf Lampedusa von den Einheimischen bekomme.

Als Südtiroler spreche ich deutsch und italienisch. Das ermöglicht mir, eine Art kultureller Übersetzer zu sein.

Als Mensch ist es mir ein Anliegen, einen Beitrag zu leisten, um gedankliche Mauern einzureißen und durch Verständnis der Positionen der Anderen Brücken zu bauen.

Nicht erst seit der großen Flüchtlingsbewegung 2015 kommen Migranten über Lampedusa nach Europa. Schon vor Jahren hat sich in Lampedusa gezeigt, dass das Dublin-System nicht funktionieren kann. In meinem Beruf als Reporter war ich bereits selbst während der Flüchtlingskrise in Lesbos und Idomeni, in Belgrad und auch an der österreichisch-deutschen Grenze.

Urlaubsparadies und Migrations-Magnet

Lampedusas Traumstrände locken jährlich zehntausende Touristen an, für Flüchtlinge sind sie das Tor nach Europa.


Lampedusa ist einer der südlichsten Punkte Europas. Die Insel liegt geografisch näher an Afrika (152km) als an Italien (210km). Das hat sie schon lange vor der Flüchtlingskrise 2015 für Migranten aus Afrika besonders reizvoll gemacht. Die jüngste Eskalation zwischen NGOs und dem früheren italienischen Innenminister Matteo Salvini über die Seenotrettung im Mittelmeer hat Lampedusa wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Rund 5.000 Menschen leben ganzjährig auf der Insel. Das Leben auf dem acht Kilometer langen Landstrich mitten im Mittelmeer, auf dem kaum ein Baum wächst, ist hart und von Entbehrungen gekennzeichnet. Alles ist teurer. Die medizinische Versorgung nur rudimentär vorhanden. Wasser wird immer knapper. Fischerei und Tourismus sind die wichtigsten Einnahmequellen. Bei den Europawahlen im Mai 2019 hat die rechte Lega von Matteo Salvini auf der Insel 45% der Stimmen erhalten. Mehr als doppelt so viel, wie in der gesamten Region Sizilien. Lässt sich dieses Ergebnis allein mit dem harten Migrationskurs des Innenministers erklären?

Die Inselbewohner fühlen sich allein gelassen. Von Rom. Von der EU. Dabei bleibt kaum ein Flüchtling auf der Insel. Von den 4 Prozent Ausländern, die auf Lampedusa leben, kommen die meisten nicht etwa aus Afrika. 56 Prozent sind Rumänen. Hier, wo hunderttausende Menschen erstmals europäischen Boden betreten haben, wurde ein Denkmal mit dem Namen „Tor zu Europa“ errichtet. Brüssel ist zwar geografisch weit entfernt, aber das Schicksal Lampedusas ist ein europäisches.

Kontakt

Anfragen für Filmvorführungen, Downloads und Anregungen gerne an info@lampeusa-film.eu